KfW-News

In Liberia hilft die KfW dabei mit, Elektrizität zu erzeugen, zu übertragen und zu verteilen

Aus Wasser wird Strom: Das Kraftwerk Mount Coffee leistet insgesamt 88 Megawatt.

Die erste Präsidentin Afrikas nahm an der Feier teil: Staatschefin Ellen Johnson-Sirleaf war dabei, als die KfW einen Vertrag mit der liberianischen Regierung über einen Zuschuss in Höhe von 15 Mio. EUR unterzeichnete. Mit dem Geld werden Stromanschlüsse für 80.000 Menschen in der Hauptstadt Monrovia finanziert. Insgesamt unterstützt die KfW damit im Auftrag der Bundesregierung den Auf- und Ausbau des Energiesektors in Liberia seit 2012 mit 129 Mio. EUR.

Der neue Vertrag ist der dritte Baustein eines kostengünstigen und umweltfreundlichen Ansatzes, um eine moderne und zuverlässige Energieversorgung in Liberia aufzubauen: Die KfW unterstützt bereits gemeinsam mit weiteren internationalen Geldgebern den Wiederaufbau des zerstörten Wasserkraftwerks Mount Coffee und übernimmt 55 Mio. EUR der notwendigen Investitionssumme. Die neue Anlage hat eine Leistung von 88 Megawatt.

Die KfW ist darüber hinaus am sogenannten CLSG-Projekt im Rahmen des West African Power Pool (WAPP) beteiligt. CLSG steht für Côte d‘Ivoire, Liberia, Sierra Leone und Guinea. Es handelt sich um eine insgesamt 1.360 Kilometer lange Übertragungsleitung mit 13 Schaltanlagen, die es ermöglicht, innerhalb eines Landes und zwischen den Staaten Strom zu übertragen. Die KfW finanziert mit 59 Mio. EUR fünf Umspannstationen in Liberia.

Während des Bürgerkriegs in Liberia war die Stromversorgung komplett zerstört worden. Seitdem wird der Strom meist teuer durch Dieselgeneratoren erzeugt. Die Stromnutzer leiden unter hohen Tarifen, die zu den höchsten in Subsahara-Afrika zählen. Durch die niedrigeren Erzeugungskosten ist jetzt der Spielraum gegeben, dass der Strom billiger produziert wird und zuverlässiger zu den Menschen kommt.